Vertiefende Machbarkeitsstudie
zur Verbindung von Straßenbahn und Traunseebahn

Vertiefende Machbarkeitsstudie zur Verbindung von Straßenbahn und Traunseebahn

1024 576 Verein Pro Gmundner Straßenbahn

Bereits am 24. Jänner 2005 fand im Gmundner Rathaus eine Besprechung des Planungsstandes für die Verlängerung der Traunseebahn vom Seebahnhof zum Klosterplatz im Zusammenhang mit dem damals gerade aktuellen Hotelprojekt statt, das am Seebahnhofgelände entstehen sollte und von Anfang an für heftige Kontroversen sorgte. Am 7. März 2005 folgte eine weitere Besprechung zwecks Vergabe des Planungsauftrages, am 4. April 2005 diskutierten ÖBB, Stadt Gmunden und die beauftragte Planer das Thema Seebahnhofverlegung und Endhaltestelle Klosterplatz im Detail. Im Mai 2005 wurde das Büro SEIB Austria Ingenieur-Consult GmbH. beauftragt, Trassenvarianten im Bereich Seebahnhof – Klosterplatz zur Verlegung der Endstation der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf zu entwickeln. Am 9. September 2005 wurden die damals aktuellen Planungen zum Seehotel präsentiert, es folgten ablehnende Stellungnahmen zur geplanten Auflassung des Seebahnhofes, da die Hotelplanungen weder mit den Anforderungen des bestehenden Bahnbetriebes übereinstimmten, noch eine Zukunftsperspektive für die Verlängerung Richtung Stadtzentrum boten. Die Hotelplaner sahen vor, die Lokalbahnstrecke bis jenseits der Traunsteinstraße zu verkürzen, um das Seebahnhofareal für den Hotelneubau freizubekommen und warben gleichzeitig damit, dass dann die Eisenbahnkreuzung Traunsteinstraße entfallen würde. Es waren nun erhebliche Anstrengungen von Verein Pro Gmundner Straßenbahn und Firma Stern & Hafferl notwendig, um die Hotelpläne mit den Anforderungen der künftigen Durchbindungsstrecke zur Deckung zu bringen. In dieser Situation entstanden Planungsvarianten, die eine Führung der Lokalbahn durch den Garten des Kapuzinerklosters zum Klosterplatz vorsahen, was wiederum neue Gegner auf den Plan rief. Das Hotelprojekt einerseits und die in der Kuferzeile aufgetretenen schalltechnischen Probleme andererseits verzögerten eine zügige Entscheidung zur Planung der gesamten Verbindungsstrecke Seebahnhof – Franz Josef-Platz. Daher musste im Jahr 2006 das Hauptaugenmerk auf die Sanierung des desolaten Unterbaues entlang der Esplanade gelegt und eine neue Offensive in der Öffentlichkeitsarbeit gestartet werden.

Am 3 Juli 2006 übermittelte der Obmann Dipl.-Ing. Otfried Knoll Vorschläge zur weiteren Vorgangsweise an die Stadt Gmunden. Bereits am 24. 7. 2006 kam es daraufhin zu einem Abstimmungsgespräch zwischen Bgm. Köppl, Vizebgm. Sageder und Obmann DI Knoll über die Beschleunigung der Projektarbeit und die Terminfestlegung für ein Gespräch Stadt Gmunden – Verein Pro Gmundner Straßenbahn – Landeshauptmann-Stv. DI Haider in Linz. Dieses fand am 2. August 2006 zwischen LHStv. DI Haider, Bgm. Köppl, Vizebgm Sageder, Herrn Hölzl vom Amt der oberösterreichischen Landesregierung und Obmann Dipl.-Ing. Knoll statt. Ergebnis: Das Land OÖ bestätigte die Bereitschaft, wie vom Verein vorgeschlagen einen Innsbrucker Neubautriebwagen für die Dauer der Landesausstellung 2008 in Gmunden von den IVB anzumieten. Vorrangig sei aber durch die Stadt Gmunden die Trasse der Verbindungsstrecke Lokalbahn – Klosterplatz – Traunbrücke – Franz Josef-Platz sicherzustellen. Mit der Landesstraßenverwaltung sei kurzfristig die Benützbarkeit der Straße zu regeln, die Detail-Machbarkeitsstudie der Trassenführung wäre von Stern & Hafferl zu beauftragen. Parallel dazu wären die Planungen für eine neue Remise am Bahnhof Gmunden vorzunehmen. Die Sanierung Esplanade – Franz Josef – Platz ist ebenfalls vorrangig und wird landesseits unterstützt. Die Stadt Gmunden möge im Einvernehmen mit dem Land Oberösterreich Dipl.-Ing. Otfried Knoll offiziell als Projektkoordinator für die kommenden Ausbauschritte beauftragen. Diese Besprechungsergebnisse wurden umgehend umgesetzt.

In weiterer Folge entwickelte sich eine äußerst konstruktive und zielgerichtete Projektarbeit mit der Stadt Gmunden und der Firma Stern & Hafferl, am 21.12.2006 wurde über das Sanierungsprogramm 2007 – 2009 zwischen Stadt Gmunden, Land OÖ, StH und dem Verein Pro Gmundner Straßenbahn Beschluss gefasst. Davon umfasst waren die weitere Vorgangsweise zu den Themen Lärmsanierung Kuferzeile, Sanierung Esplanade, Triebwagenbeschaffung und Machbarkeitsstudie für die Verbindungsstrecke.

Daraufhin führte der Obmann am 12. Jänner 2007 ein Abstimmungsgespräch mit Sektionschef Dr. Gürtlich im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, in dem die Haltung des Bundes bekräftigt wurde, dass die Planung für die Verbindungsstrecke beider Bahnen vom Bund mehrheitlich kofinanziert werden kann. Zwischen 20. und 27. Februar erfolgte eine Prüfung und Beurteilung verschiedener Varianten einer Trassenführung für Lokalbahn und Straßenbahn zwischen Seebahnhof und Klosterplatz. Vom 1. bis 14.3.2007 wurden die Ausschreibungsunterlagen für die Sanierung der Strecke entlang der Esplanade sowie für die vertiefende Machbarkeitsstudie der Verbindungsstrecke Franz Josef-Platz – Seebahnhof erstellt, mit dem Amt der oberösterreichischen Landesregierung wurden Abklärungen zur Fahrplansystematik als Basis einer zu beauftragenden Verkehrssimulation getroffen.

Bei einem weiteren Termin des Obmannes bei SC Dr. Gürtlich wurden am 21. März 2007 der Stand der Planungen zum Zusammenschluss von Lokalbahn und Straßenbahn, die Positionen des Landes OÖ, die Möglichkeiten zum Erwerb der Strecke Engelhof – Seebahnhof, die Ausleihe eines neuen Innsbrucker Triebwagens und die Beteiligung des Bundes an Planungs- und Investitionskosten im Detail besprochen. Beim vereinbarten Folgetermin am 17. April 2007 standen mit dem zuständigen Privatbahnreferenten im BM VIT, MR Dr. Traxler, die Projektbesprechung samt Erläuterung des Zusammenschlusses Lokalbahn – Straßenbahn, die Diskussion eines Finanzierungsschlüssels für die Planung sowie die Prüfung der Kompatibilität zu Privatbahngesetz und 6. Mittelfristigem Investitionsprogramm gemäß PBG auf der Tagesordnung. Schließlich folgte am 7. Mai 2007 eine Präsentation der konkreten Ausbau- und Attraktivierungsprojekte im BMVIT samt Besprechung der Finanzierungsmöglichkeiten des Bundes bei der Projektumsetzung. Teilnehmer waren Bürgermeister Köppl, Vizebürgermeister Sageder, Herr Hölzl als Vertreter des Landes OÖ und Obmann Dipl.-Ing. Knoll.

Am 18. Juni 2007 wurden die erforderlichen Regierungsbeschlüsse der OÖ Landesregierung zum Thema Sanierung Esplanade und Vergabe der vertiefenden Machbarkeitsstudie für die Trassenführung Seebahnhof – Franz Josef-Platz positiv erledigt. Es folgten vom 9. – 11. Juli die Diskussion und Weiterentwicklung mehrerer Varianten für die Station Seebahnhof, die eine Befahrung des Kapuziner-Klostergartens vermeiden sollten. Der Verein Pro Gmundner Straßenbahn legte am 1. August 2007 eine Darstellung charakteristischer, mit Gmunden vergleichbarer Innenstadtführungen von Straßenbahnen vor. Gleichzeitig wurde ein Fachbesichtigungstermin für den als Masse-Feder-System ausgeführten neuen Wiener Straßenbahnoberbau vereinbart. Schon am 2. August 2007 war Startbesprechung mit dem Auftragnehmerbüro der vertiefenden Machbarkeitsstudie, dem Ingenieurbüro Kaufmann-Kriebernegg Graz. Themen waren die Trassenführung, die Verkehrslichtsignalanlagen, das Betriebsprogramm, die Lage der Weichen und Ausweichen, die Situation Seebahnhof, eine integrierte ÖV-Simulation, die Besprechung mit Leitungsträgern, sowie die Gestaltung einer provisorische Endstation Seebahnhof. Am 6. September folgte eine Vorbesprechung mit Diskussion der Erwartungshaltungen der Straßenverwaltung, der Koordination der Anforderungen an die Projektlinie mit dem Büro IKK sowie einem Änderungsvorschlag für die Station Seebahnhof. Am 13. September 2007 wurde im Amt der OÖ Landesregierung die Straßenbahndurchbindung unter Einbezug des Landesbaudirektors akkordiert, die Anforderungen an die Parameter für die Verkehrssimulation wurden mit den Vertretern der Straßenbauabteilung und dem Auftragnehmer für die Verkehrssimulation besprochen. Am 29.11. 2007 konnten bei einer weiteren Projektbesprechung die Zwischenergebnisse der Planungen von IKK mit Abteilungen des Amtes der OÖ Landesregierung und der Stadt Gmunden für die Verbindungsstrecke abgestimmt werden. Dazu gehörten auch die Abstimmung der Zwischenergebnisse sowie die Besprechung der Fahrplansimulation der Fa. BIM und die Diskussion der Haltestellenstandorte FJ-Platz, Rathausplatz und Klosterplatz, deren Auswirkungen in städtebaulicher Hinsicht sowie auf die VLSA. Der Zwischenstand der Planungen wurde am 21.12.2007 in Gmunden für hochrangige Vertreter der Stadtgemeinde präsentiert und dortseits wohlwollend zur Kenntnis genommen. Schließlich konnte der Obmann am 25.1.2008 in einer Besprechung mit der Geschäftsführung des neu geschaffenen Klimafonds die Einbringung des Durchbindungsprojektes in die Finanzierungsmasse des Klimafonds anstoßen. Es wurde vereinbart, dass das Projekt nach Fertigstellung dem Klimafonds vorgestellt wird. Noch am selben Tag folgte eine Planungsbesprechung mit dem Technischen Büro IKK in Graz mit Variantenbetrachtung Klosterplatz und Rathausplatz sowie betreffend Ausbildung der Querschnitte Schiffslände und Kammerhofgasse und auch Besprechung der Simulationsergebnisse für den Fahrplan.

Nach mehreren Zwischenpräsentationen und darauf folgenden Ergänzungen/Überarbeitungen wurden am 11. November 2008 das Durchbindungsprojekt und neueste europäische Entwicklungen bei der Wiedereinführung von Straßenbahnen vor dem Verkehrsausschuss und anschließend vor dem gesamten Gemeinderat der Stadt Gmunden präsentiert.

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