Planungsschwerpunkt Projekt Rathausplatz

Planungsschwerpunkt Projekt Rathausplatz

1024 576 Verein Pro Gmundner Straßenbahn

Nach gelungener Neupositionierung der Straßenbahn Gmunden wurde Anfang 1996 der Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten auf das Projekt “Verlängerung zum Rathausplatz” gelegt. Es wurde aus mehreren Projektstudien eine weiter zu verfolgende Variante ausgewählt, die ab dem Franz Josef – Platz aus Rücksicht auf den Kfz-Verkehr zweigleisig zum Rathausplatz führt. Mit tatkräftiger Unterstützung von VD Dipl.-Ing. Walter Rathberger von den Linzer Verkehrsbetrieben gelang es dem Obmann Dipl.-Ing. Otfried Knoll im Juni 1996, die grundsätzliche Zustimmung des Straßendienstes des Landes Oberösterreich für diese Trassenführung auf Bundes (=Landes-)Straßengrund zu erwirken, was nach der bisher stets ablehnenden Haltung dieser einspruchsberechtigten Dienststelle eine echte Sensation darstellte. Befürchtungen, es könnte mehr Staus geben, konnten als unbegründet bezeichnet werden: Die Straßenbahn „schwimmt“ wie der City-Bus im sonstigen Verkehr mit – und: Alle Straßenbahntriebwagen waren schmäler als Busse, die eine Fahrzeugbreite von damals 2,50 m hatten.

Die Planungsüberlegungen zum Projekt Straßenbahnverlängerung Rathausplatz wurden der Stadt Gmunden im Verkehrsausschuss und im Stadtrat präsentiert, sodass im Sommer 1997 ein Gemeinderatsbeschluss zur Aufnahme der Straßenbahnverlängerung als ein anzustrebendes Ziel für das Leitbild der Stadt Gmunden gefasst wurde. Im September 1997 traf dann nach mehrfachen Verzögerungen die Zusage aus dem Verkehrsministerium ein, die Planungskosten für das Verlängerungsprojekt „Rathausplatz“ zur Gänze zu übernehmen. Damit war erreicht, dass der Verein mit den Planungskosten nicht belastet wird. Anschließend wurde das Linzer Zivilingenieurbüro Kirsch-Muchitsch mit der Ausarbeitung des eisenbahnrechtlichen Einreichprojektes beauftragt.

1999 lag das Detailprojekt „Verlängerung zum Rathausplatz“ schließlich fertig vor, am 19. Oktober 1999 erteilte die Bundesstraßenverwaltung bezüglich Trassenführung zum Rathausplatz nochmals die Zustimmung zur 2-gleisigen Variante der Streckenführung auf Bundesstraßengrund. Zur Kommunikation der Maßnahmen stellte sich der Verein Pro Gmundner Straßenbahn die Aufgabe, das Thema der Straßenbahnverlängerung nicht dem Zufall zu überlassen, sondern die Bevölkerung mittels professioneller Öffentlichkeitsarbeit darauf vorzubereiten. Als erster Schritt dazu wurde eine Telefonumfrage unter der Gmundner Bevölkerung zur Straßenbahnverlängerung an ein Meinungsforschungsinstitut vergeben. Inzwischen aufgetauchte Ideen einer Cable-Car – Verbindung zwischen Innenstadt und Salzkammergut-Einkaufspark (SEP) in der Nähe der Haltestelle Kraftstation konnten anhand der ermittelten Kosten dazu genutzt werden, der Stadt die vorhandene Möglichkeit einer Verbindung dieser Einkaufsschwerpunkte mittels der vorhandenen Straßenbahn näher zu bringen. Dazu wurde nach längeren Diskussionen das Projekt einer kurzen Stichstrecke zum Einkaufspark SEP gemeinsam mit der Stadt beim Ziviltechnikerbüro Kirsch-Muchitsch in Linz beauftragt. Als erste Maßnahme wurde im Adventverkehr per 26. November 1999 eine provisorische Sonderhaltestelle SEP bei der Ausfahrt des Salzkammergut-Einkaufsparkes (bei der heutigen Lage der Haltestelle Gmundner Keramik) eingerichtet.

Inzwischen erfolgten auch wesentliche Arbeiten an der Strecke: Stern & Hafferl errichtete Bahnsteigkanten und erhöhte Bahnsteige in den Haltestellen Kraftstation und Tennisplatz. Auch konnte die dringend notwendige Schienenauswechslung zwischen Kraftstation und Grüner Wald endlich erfolgen, nachdem über Vermittlung des Obmannes die dafür benötigten schweren Schienen kostenlos erworben und der Straßenbahn zur Verfügung gestellt werden konnten.

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