Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg
Lao-Tse

Wer wir sind

Der Verein Pro Gmundner Straßenbahn hat seinen Sitz in Gmunden, ist parteipolitisch unabhängig und nicht auf Gewinn ausgerichtet. Er setzt sich seit 1989 unermüdlich für den Erhalt und die Erweiterung der Gmundner Straßenbahn durch Ausbau zu einem attraktiven und leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsmittel ein. Ziele sind  insbesondere die Weiterführung der Straßenbahn zum Rathausplatz und deren Verbindung mit der Lokalbahn Gmunden – Vorchdorf, sowie der Einsatz moderner, barrierefreier Schienenfahrzeuge. Der Verein betreibt nicht nur Bewusstseinsbildung durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit zugunsten der Gmundner Straßen­bahn, sondern war und ist anerkannter Impulsgeber für alle Planungen Richtung Zukunft. Wir stellen deshalb nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft der Gmundner Straßenbahn in den Mittelpunkt der Vereinstätigkeit – und diese hört auch nach Vollendung der Verbindung von Straßenbahn und Lokalbahn im Jahr 2018 nicht auf.

Die Gmundner Straßenbahn ist seit mehr als 120 Jahren unfallfrei in Betrieb. Zeit ihres Bestehens haben Verantwortliche und Bedienstete, aber auch Lieferanten der technischen Ausstattung oftmals Mut oder sogar Genialität bewiesen. Und weil alles Vergangene auch einmal Zukunft war, gehört das Bewahren dieses Kulturerbes ebenfalls zu unseren Zielen. Wichtige und verlässliche Partner waren und sind die Touristiker und Werbefachleute auf Regions- und Landesebene. Sie haben den Mehrwert unserer Tätigkeit für den Tourismus schon vielfach gewürdigt. Deshalb bleibt der Beitrag der Straßenbahn zum sanften Tourismus auch weiterhin ein wichtiges Element der Vereinsarbeit.

Wofür wir uns einsetzen

1989 war es mit hohem persönlichem Einsatz gelungen, den Fortbestand des kleinsten Straßenbahnbetriebes der Welt zu sichern. In der Folge entwickelten wir ein Vorprojekt für eine zweigleisige Verlängerung vom Franz-Josef-Platz zum Rathausplatz, finanzierten die zugehörige verkehrstechnische Simulation und setzten uns fortan mit zielgerichteter Öffentlichkeitsarbeit für die Realisierung der Verbindung von Traunseebahn und Straßenbahn ein. Unsere ständige, immer konstruktive und konsensorientierte Zusammenarbeit mit der Stadt Gmunden, dem Land Oberösterreich, dem Verkehrsministerium in Wien und mit der Firma Stern & Hafferl wurde und wird stets allseits respektiert. Das machte den Verein zum anerkannten Taktschläger für die Modernisierung und Zukunftsplanung der Gmundner Straßenbahn. Mit konkreten Planungen, laufenden Bestandsverbesserungen und erfolgreichen Probebetrieben mit modernen Fahrzeugen hat sich im Laufe der Jahre die allgemeine Überzeugung gefestigt, dass die Verbindung von Straßenbahn und Traunseebahn zu einer modernen Stadt–Regionalbahn notwendig und sinnvoll ist.

Vereinsführung und Mitglieder sind nie als Hobbyclub oder Nostalgieverein aufgetreten, sondern als geschlossene Lobbyorganisation mit mehreren hundert Einheimischen und Gästen Gmundens als Mitgliedern. Nur dadurch konnte nicht nur die Einstellung des kleinsten Straßenbahnbetriebes der Welt verhindert werden, sondern vielmehr jene positive Grundschwingung in der Bevölkerung und bei Touristikern erzeugt werden, die die Straßenbahn zu mehr als nur einem Verkehrsmittel gemacht hat. Denn die vor fast 30 Jahren ganz bewusst gewählte Bezeichnung „Gmundens steilster Stolz“ hat sich bis heute mit immer mehr Substanz gefüllt. Die Gesprächsbasis war das Geheimnis und Erfolgsrezept zugleich: Bei jeder nützlichen Gelegenheit mit den richtigen Entscheidungsträgern, und zwar auf Augenhöhe, zu sprechen, Step by Step immer mehr Verbündete für das visionäre Projekt der Verbindung von Straßenbahn und Lokalbahn zu gewinnen – das war und ist stets vorrangiges Anliegen. Mittlerweile kennt die gesamte Fachwelt Gmunden und seine Straßenbahn.

Die Stadt Gmunden hat nach langer Überzeugungsarbeit die Jahrhundertchance genutzt, ihre Straßenbahn von der kleinsten zur interessantesten der Welt zu entwickeln. Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegen nur mehr 700 Meter! Besonders erfreulich ist, dass auch im Salzkammergut eine Generation heranwächst, die Mobilität nicht mehr mit ungehindertem Autoverkehr gleichsetzt. Für sie ist die StadtRegioTram ein logisches, zeitgemäßes Verkehrsmittel, das in weiteren Etappen auch bis Laakirchen und Altmünster führen soll.

Als weltweite Besonderheit beteiligt sich der Verein Pro Gmundner Straßenbahn auch finanziell an der Realisierung der Zukunftsprojekte. Unser ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden entstandenes Vereinsvermögen wurde sorgfältig angespart und gezielt eingesetzt. Viele unserer Vereinsmitglieder sind Spezialisten, manche Generalisten – aber alle zusammen sind wir Idealisten und leisten unentgeltliche Arbeit. Die Vielfalt unserer Berufsfelder und der ausschließlich ehrenamtliche Zugang zu den Vereinszielen machen uns zusammen so stark, wie wir dies in der Umsetzung unserer Ziele seit fast 30 Jahren bewiesen haben.

Herzlich willkommen!

Dipl.-Ing. Otfried Knoll
Obmann des Vereines Pro Gmundner Straßenbahn
Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der Fachhochschule St. Pölten

 

Über unsere Tätigkeit, Projekte und Erfolge informieren wir ausführlich hier.

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