Regiotram-Prinzip
soll Gmunden neuen
Aufschwung bringen

Regiotram-Prinzip soll Gmunden neuen Aufschwung bringen

1024 576 Verein Pro Gmundner Straßenbahn

Am 29. Juni 2009 stellte das beauftragte Planungsbüro IKK aus Graz im Zuge einer Vorstandssitzung des Vereines Pro Gmundner Straßenbahn im Rathausaal Gmunden das ausgearbeitete Detailprojekt der Straßenbahn-Durchbindung vor. Ebenso wurde über die aktuellen Entwicklungen der Straßenbahnen in Europa und über die weitere Projektbegleitung diskutiert bzw. Beschluss gefasst.

Die ganze Welt baut Straßenbahnen – warum nicht auch Gmunden?

Die Verbindung der Gmundner Straßenbahn mit der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf ist alles andere als Zukunftsmusik: Noch am selben Tag standen beim Stammtisch der Wirtschaftsinitiative Gmunden (WIG) die Realisierbarkeit des Projektes und die damit verbundenen Chancen für die Einkaufsstadt Gmunden im Mittelpunkt. Rund 80 Interessierte, vorwiegend Wirtschaftstreibende, waren in die Straßenbahnremise gekommen, um sich über den aktuellen Stand des Zukunftsprojektes, das laut Bürgermeister Heinz Köppl „schon weit gediehen ist“, zu informieren und drüber zu diskutieren.

Straßenbahnen boomen!

Sowohl in Europa, als auch in den USA erfreut sich das „Verkehrsmittel der Vernunft“, wie Dipl.-Ing. Otfried Knoll, Obmann des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn die Tram in seinem Vortrag bezeichnete, immer größerer Beliebtheit. Die Vorteile der Straßenbahn als Verkehrsmittel der Zukunft liegen laut DI Knoll auf der Hand: Hoher Fahrkomfort in stylischen Fahrzeugen, sauberer, elektrischer Betrieb, Rückspeisung der Bremsenergie, modernes Design, Aufwertung des Straßenraumes – all das bringt Fahrgäste und Geschäftskunden in die Zentren. Deshalb werden vor allem in Städten, die ihre Straßenbahn abgeschafft haben, aber auch in Städten, die noch nie eine hatten, neue, moderne Linien gebaut. Der Erfolg ist überall durchschlagend. Das Regio-Tram-Prinzip als spezieller Fall, also die Verbindung von Straßenbahn und Lokalbahn, belebt die Stadt durch die direkte Verbindung mit ihrem Umland, und zwar modern, attraktiv, komfortabel, sauber, grün und schnell. Mit der so genannten „In-die-Stadt-Bahn“ soll es durch die Verbindungsstrecke Franz – Josef-Platz – Seebahnhof künftig möglich sein, z.B. von Gschwandt direkt in die Gmundner Innenstadt zu fahren, ohne Umsteigen und ohne lästige Parkplatzprobleme. „Gmunden hat die Chance, seine Straßenbahn von der kleinsten zur interessantesten der Welt zu entwickeln. Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegen nur 700 Meter“, so der Obmann des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn abschließend.

Technisch machbar

Dipl.-Ing. Alexander Hirzer vom grazer Planungsbüro IKK berichtete über die Ergebnisse der im Vorjahr vom Land Oberösterreich und der Stern & Hafferl Verkehrsges.m.b.H. in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie. Er zeigte anhand der Pläne auf, dass die zweigleisige Verbindung vom Franz-Josef-Platz zum Seebahnhof ist aus technischer Sicht realisierbar ist. Insbesondere für die „Knackpunkte“ Trauntor und Traunbrücke gab DI Hirzer Grünes Licht: „Nach Überprüfung des lichten Raumbedarfes wissen wir, dass es sich im Trauntor ohne Probleme oder Einschränkungen ausgeht.“ Noch zu überprüfen sei hingegen der Erhaltungszustand der Traunbrücke. Erst dann könne beurteilt werden, ob eine Verstärkung samt Sanierung oder ein Neubau der Brücke wirtschaftlicher sei. Ein vermehrtes Stauaufkommen sei durch die neue Bahn nicht zu befürchten, da sie auf der zweigleisigen Strecke wie ein City-Bus im Verkehr mitfahre und auch die Ampelregelung entsprechend angepasst werde. Im Anschluss an die Ausführungen der beiden Experten diskutierten die Anwesenden unter der Moderation des Leiters der Stadtentwicklung, Gerhard Meingast, über das zukunftsträchtige Großprojekt. Der Tenor zur Umsetzung dieses – für Gmundner Maßstäbe Jahrhundertprojektes – war eindeutig positiv.

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