Probebetrieb einer neuen Niederflur-Straßenbahn in Gmunden

Probebetrieb einer neuen Niederflur-Straßenbahn in Gmunden

1024 575 Verein Pro Gmundner Straßenbahn

Im Zuge der technischen Sanierung der Strecke wurde mit jeder abgeschlossenen Etappe immer augenscheinlicher, dass die Gmundner Straßenbahn vordringlich neue Fahrzeuge benötigt. Der Obmann hatte bereits seit Oktober 2005 Gespräche mit den Firmen Bombardier und Siemens wegen vorgezogener Beschaffungsmöglichkeiten von Neubautriebwagen geführt. Im November 2005 bestätigte Bombardier die Einsatzfähigkeit der für Innsbruck gebauten Flexity-Neubaufahrzeuge auf der Gmundner Straßenbahn, worauf der Obmann mit Dir. Baltes (IVB) wegen Leasingmöglichkeiten von Fahrzeugen aus der Anschlussoption der IVB in Gespräche eintrat. Ebenfalls noch im November 2005 folgte eine Besprechung des Obmannes mit Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider wegen Einsatz von Leasingfahrzeugen anlässlich der Landesausstellung 2008. Dipl.-Ing. Haider gab grünes Licht für diese Möglichkeit.

Nach mehreren Vorbesprechungen des Obmannes mit dem Geschäftsführer der IVB zwischen Jänner und Juli 2006, betreffend den längerfristigen Einsatz eines Innsbrucker Neubautriebwagens in Gmunden, übermittelte der Obmann Vorschläge zur weiteren Vorgangsweise an die Stadt Gmunden. Es kam zu einer Terminfestlegung für ein Gespräch Stadt Gmunden – Verein Pro Gmundner Straßenbahn – LHStv. Haider für 2.8.2006 in Linz. Ergebnis dieses Abstimmungsgespräches zwischen LHStv. DI Haider, Bgm. Köppl, Vizebgm. Sageder, Herrn Hölzl und Obmann DI Knoll in Linz war, dass das Land Oberösterreich seine Bereitschaft bekräftigte, einen Innsbrucker Neubautriebwagen für die Dauer der Landesausstellung 2008 anzumieten. Vorrangig ist hierfür seitens der Stadt Gmunden die Trasse der Verbindungsstrecke Lokalbahn – Klosterplatz – Traunbrücke – Franz Josef-Platz sicherzustellen. Mit der Landesstraßenverwaltung ist kurzfristig die Benützbarkeit der Straße zu regeln, die Detail-Machbarkeitsstudie der Trassenführung ist von Stern & Hafferl zu beauftragen. Die Sanierung Esplanade – Franz Josef – Platz ist ebenfalls vorrangig in Angriff zu nehmen. Parallel dazu soll der Neubau einer Remise am Bahnhof geplant werden. Dipl.-Ing. Knoll möge das Projekt „Einsatz Innsbrucker Triebwagen während LA 2008“ vorantreiben. Einvernehmlich zwischen Land Oberösterreich, Stadt Gmunden und Stern & Hafferl wurde festgelegt, dass die Stadt Gmunden Dipl.-Ing. Otfried Knoll offiziell als Projektkoordinator für die kommenden Ausbauschritte beauftragt. Im Jahr 2007 folgten vergaberechtliche Abklärungen und Abstimmung zwischen Bombardier, IVB, Stadt Innsbruck, StH und dem Obmann zu Vorgangsweisen und Preisvorstellungen im Zusammenhang mit der Leihe des Innsbrucker Triebwagens, aber auch eine Prüfung weiterer Varianten einer Fahrzeugleihe mit anderen Leihgebern. Ebenso wurde eine Strategie zur vorgezogenen Beschaffung von Fahrzeugen für die Lokalbahnen GV und VA besprochen.

Dank der Unterstützung des Landes Oberösterreich und der professionellen Vorbereitung gelang es schließlich, im September 2008 eine zeitgemäße und komfortable Niederflur-Straßenbahn zum Sammeln von Erfahrungswerten von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben zu mieten. Rechtlich und versicherungstechnisch waren von Stern & Hafferl einige Hürden zu nehmen, um den Probeeinsatz mit Fahrgästen auch entsprechend abzusichern. Nach den über 3 Jahre langen Verhandlungen war es dann so weit: Der Straßenbahnwagen vom Typ „Flexity Outlook“ mit der IVB-Nummer 307 wurde Mitte August 2008 fabrikneu aus dem Bombardier-Werk Wien zunächst nach Vorchdorf geliefert. Dort wurden – als Synergieeffekt für Innsbruck – auf der Traunseebahn die auf dem IVB-Netz damals nicht möglichen Probefahrten mit 70 km/h absolviert. Nach der Inbetriebnahme, den Probe- und Einstellfahrten sowie den behördlichen Abnahmen für die Betriebsbewilligung startete der TW 307 zur Premierenfahrt für geladene Gäste und Presse, an der die verantwortlichen Landespolitiker und Bürgermeister der Anliegergemeinden der Lokalbahnen Gmunden – Vorchdorf und Vöcklamarkt – Attersee teilnahmen. Im Schloss Eggenberg stellten Bombardier das Niederflurfahrzeugkonzept und Obmann Dipl.-Ing. Knoll das Projekt „StadtRegionalbahn Gmunden“ sowie die Planungen zur Verbindungsstrecke vor. Vom 27. August bis 4. September 2008 fuhr der Innsbrucker Wagen dann im regulären Fahrgastbetrieb auf der Traunseebahn.

Am 5. September 2008 wurde der Triebwagen zur Gmundner Straßenbahn überführt. Nun wurde am 12. September 2008 die feierliche Inbetriebnahme des Niederflur – Triebwagens in Kooperation von Land Oberösterreich, der Stadt Gmunden, Stern & Hafferl und des Vereines Pro Gmundner Straßenbahn mit einem großen Fest – „Dieser Tag fährt Straßenbahn“ – am Franz-Josef-Platz gefeiert, nachdem zuvor im Arkadenhaus, dem Firmensitz von Stern & Hafferl, eine Pressekonferenz stattgefunden hatte. Die neue Straßenbahnbroschüre des Vereines mit Argumenten für den Ausbau wurde vorgestellt und verteilt. Die Präsentation „Bahnen beleben Städte“ wurde auf die Fahrzeugmonitore des Innsbrucker Triebwagens eingespielt und lief als Endlosschleife während dessen Einsatz im Fahrgastbetrieb, um auch die Fahrgäste mit dem Projekt vertraut zu machen. Der Triebwagen war auf der Gmundner Straßenbahn vom 12. September bis 1. Oktober 2008 im Fahrgastverkehr ohne Störungen oder Pannen im Einsatz. Am 2. Oktober 2008 ging es dann an sein endgültiges Ziel Innsbruck.

Nach der Inbetriebnahme, den Probe- und Einstellfahrten sowie den behördlichen Abnahmefahrten für die Betriebsbewilligung war vom 27. August bis 4. September 2008 der Einsatz im Fahrgastbetrieb auf der Traunseebahn erfolgt. Am 5. September 2008 wurde der Triebwagen dann zur Gmundner Straßenbahn überführt, wo er ebenfalls nach Inbetriebnahme- und Abnahmefahrten vom 12. September bis 1. Oktober 2008 im Fahrgastverkehr zum Einsatz kam. Am 2. Oktober 2008 ging es dann an sein endgültiges Ziel Innsbruck.

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