Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentiert

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentiert

1024 576 Verein Pro Gmundner Straßenbahn

Am 11. November 2008 wurden den Mitgliedern des Gmundner Gemeinderates die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Neubaustrecke Franz-Joseph – Platz – Seebahnhof im großen Saal des Gmundner Rathauses vorgestellt. Anwesend waren neben dem Bürgermeister und beiden Vizebürgermeistern auch der Verkehrsstadtrat, der Baudirektor der Stadt Gmunden, der Stadtamtsdirektor, der Baudirektor des Landes Oberösterreich als „Herr über die Bundesstraßen in Landesverwaltung (Traunbrücke und Stadtdurchfahrt)“, Vertreter der politischen Fraktionen, die Geschäftsführung von Stern & Hafferl und Vorstandsmitglieder des Vereines Pro Gmundner Straßenbahn. Bürgermeister Köppl hob die Bedeutung des Straßenbahnprojektes für die zukünftige Entwicklung Gmundens hervor und berichtete von einer von der Stadt Gmunden beauftragten Umfrage, wonach 80% der Befragten für die Realisierung der Verbindung von Straßenbahn und Lokalbahn seien. Besonders erfreulich sei, dass die Zustimmung in der Gruppe der 20- 30 jährigen am höchsten ist, also bei jener Generation, die die zukünftigen Entscheidungsträger sind. Die Stadt stehe jedenfalls zur Umsetzung der geplanten Verbindungsstrecke.

Obmann Dipl.-Ing. Otfried Knoll belegte anhand einer eindrucksvollen Präsentation (Hier zum Download) den weltweiten Trend zur Straßenbahn. Er zeigte insbesondere die belebende Wirkung von Straßenbahnen auf die Innenstädte: Shopping mit der Straßenbahn bedeutet auf Augenhöhe an den Auslagen vorbeizufahren, Urbanität zu genießen, frei von Parkplatzsorgen zu sein und das Bewusstsein, etwas für die Umwelt zu tun. Straßenbahnen sind das Instrument für die städtebauliche Aufwertung entlang der Schienen und damit für die Belebung der Zentren, und Lokalbahn gewinnen für die täglichen Pendler immer mehr an Bedeutung. Touristische Angebote sollen auch den Ausflugsverkehr auf der landschaftlich reizvollen Strecke ins Alpenvorland steigern. Und so soll es auch schon bald für die zunehmend attraktiver werdende Region Gmunden – Vorchdorf heißen: Auf Schienen ohne Umsteigen in die City und in die Region! Die Stadt-Regionalbahn wird künftig eine Lebensader der Gmundner Innenstadt sein, die davon mit Sicherheit profitieren wird.

Im Anschluss informierte der beauftragte Planer von IKK (Ingenieurgemeinschaft Kaufmann – Kriebernegg), Dipl.-Ing. Alexander Hirzer, das hochkarätig besetzte Auditorium über die erfreulichen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Das Vorprojekt bestätigt klar die Machbarkeit der Verbindungsstrecke als zweigleisige Streckenführung vom Franz-Josefs-Platz über den Rathausplatz, durch das Trauntor und über die Traunbrücke und den Klosterplatz bis zur Einmündung in die Lokalbahnstrecke am Seebahnhof. Diverse Simulationen zeigten auf, dass sich die Straßenbahn problemlos im Verkehrsfluss eingliedert. Die Untersuchungen erwiesen klar, dass die Straßenbahn keinen zusätzlichen Stau bewirken wird, denn die Ursache des derzeitigen Staus sind die Linien- und Reisebusse. Hierfür gibt es aber Lösungsmöglichkeiten. Auch die übrigen Schlüsselstellen (Grabenkreuzung, Rathausplatz, Trauntor, Traunbrücke, Klosterplatz) sind technisch ohne weiteres lösbar. Die Stadt Gmunden hat nun die Aufgabe, gemeinsam mit dem Land Oberösterreich die Trassensicherung vorzunehmen, damit die Detailplanung beauftragt und die Ausschreibung neuer Fahrzeuge gestartet werden können.

Download der Trend zur Straßenbahn

Download Machbarkeitsstudie

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